Kirchliche Immobilien

Kirchen, Kapellen, Grundstücke

Mann hängt Kronleuchter in Kirche auf

Der Kirche die Krone aufsetzen: für ihre Arbeit benötigt die Landeskirche zahlreiche Räume.

Bild: ELKB / Jahresbericht 2012

Gemeinschaft braucht Räume. Diese Räume müssen organisiert, bewirtschaftet und verwaltet werden.

Für ihre vielfältige Arbeit benötigt die bayerische Landeskirche eine Vielzahl unterschiedlicher Gebäude: Im Eigentum der Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke stehen rund 1.980 Kirchen und Kapellen, 1.680 Gemeindehäuser, 1.800 Pfarrhäuser, 770 Mehrzweckgebäude sowie 800 Kindergärten. Dort spielt sich das kirchliche Leben vor Ort ab. Die Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke verwalten und bewirtschaften als eigenständige Rechtsträger ihre Gebäude selbst. Dabei werden sie in baufachlicher, rechtlicher und finanzieller Hinsicht von der Abteilung „Gemeinde“ im Landeskirchenamt und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenstelle beraten.

Alle Gebäude und Grundstücke, die im Eigentum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und nicht gemeindeeigen sind, werden vom Referat Liegenschaften in der Finanzabteilung im Landeskirchenamt verwaltet. Das sind Dienstimmobilien und Anlageimmobilien. Die Dienstimmobilien sollen bestmöglich genutzt werden für die inhaltliche Arbeit bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit. Die Anlageimmobilien sollen ein höchstmögliches wirtschaftliches Ergebnis zum Ausgleich des gesamten Immobilienpools der Landeskirche und zur Entlastung des landeskirchlichen Haushalts erzielen. Für die laufende kaufmännische und technische Verwaltung hat das Landeskirchenamt als oberste Dienstbehörde das Evangelische Siedlungswerk (ESW) als Treuhänder beauftragt.

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Die Landeskirche organisiert also die Beratungsleistungen für Immobilien im Eigentum von Kirchengemeinden und Dekanatsbezirken, den Umgang mit ihrem eigenen Immobilienbestand und auch den Immobilienbestand des Pfründestiftungsverbandes. Der Pfründestiftungsverband wurde vor mehr als 70 Jahren gegründet, um die inzwischen 1.886 Pfründestiftungen der evangelischen Kirchengemeinden in Bayern zusammenzufassen.

Die Pfründestiftungen der evangelischen Kirchengemeinden bestehen mit Schwerpunkt in den Gegenden, in denen seit der Reformation durchgängig evangelische Pfarreien vorhanden waren. Diese Pfründestiftungen hatten Äcker, Wald und Wiesen, von deren Ertrag der Pfarrer lebte. Heute verwaltet die Landeskirche das Vermögen der Pfründe vor Ort und verwendet deren Ertrag zur Besoldung der Pfarrerinnen und Pfarrer. Verwaltet werden momentan 49 Häuser zusammen mit rund 7.000 Hektar Wald, Wiesen und Äcker, die von knapp 3.400 Pächtern bearbeitet werden.


24.02.2016 / Andrea Seidel