Dank des Landesbischof

Liebe Mitglieder,

Landesbischof Bedford-Strohm

Landesbischof Bedford-Strohm

Bild: ELKB / Poep

fast schon regelmäßig wird das Thema .,Kirchensteuer" in den Medien diskutiert.

Aktueller Auslöser ist diesmal eine neue Regelung, die Banken und Versicherungen ab 2015 verpflichtet, den auf Kapitalerträge anfallenden Kirchensteuer­anteil direkt einzuziehen. Dabei handelt es sich lediglich um ein geändertes Abrech­nungsverfahren, das wir ja bereits von der staatlichen Abgeltungssteuer her kennen.

Es gibt keine neue Steuer. Und niemand wird höher belastet als vorher. So nachvollziehbar manche Kritik an der Kirchen­steuer auch sein mag: Für mich bietet sie drei wesentliche Vorteile.

Gerechtigkeit. Die Mitgliedsbeiträge (und um nichts anderes handelt es sich hier) sind nach den individuellen finanziellen Möglichkeiten jedes Einzelnen gestaffelt. Wer nichts oder nur wenig verdient,
zahlt auch keine Kirchensteuer. Wem es besser geht der kann auch einen höheren Anteil beisteuern. Das finde ich fair und gerecht.

Unabhängigkeit. Kirchensteuer macht langfristige Planungen möglich. Nur so können wir verlässlich Hilfe bieten und sind von zeitaufwendigem Fundraising befreit. Und wir können auch mal Dinge sagen, die dem einen oder anderen Kirchenmitglied vielleicht nicht gefallen - ohne das gleich finanziell spüren zu müssen.
Vielseitigkeit. Fast alle Spender geben ihr Geld an Gemeinden oder Projekte, die sie persönlich kennen Das ist verständlich, reicht aber nicht immer aus. Denn eine starke und solide finanzierte Kirche ist auch da im Einsatz, wo kaum jemand hinschaut.

Das alles wäre ohne Ihre Kirchensteuer schlicht nicht möglich. Deshalb an dieser Stelle mein ganz herzlicher Dank.

Ihr Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm


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